INFO

1804 wurde nach langer Revolution der erste und einzige von ehemals versklavten Menschen gegründete Staat ausgerufen: Haiti. Gleichzeitig, 7.872 Kilometer entfernt, entwickelte G.W.F. Hegel seine Herrschaft-Knechtschaft Dialektik.
Das künstlerische Forschungsprojekt Mit Haiti an der Hegel-Bar befasst sich mit dem Verhältnis zwischen der Entstehung von Hegels Herrschaft-Knechtschaft Dialektik und der Geschichte Haitis. Neben der Untersuchung von nicht-westlichen Einflüssen auf die Kontinentalphilosophie liegt unser Fokus auf der kritischen Betrachtung von Mechanismen der Geschichtsschreibung und Berichterstattung am Beispiel der Haitianischen Revolution.

Im November 2020 wird eine performative Installation im Projektraum des Kunstverein Wagenhalle e.V. zu sehen sein. Die Release einer begleitenden Publikation wird zeitgleich stattfinden.

SYMPOSIUM

Vom ursprünglichen Veranstaltungsort, der Bar Rakete des Theater Rampe, pandemiebedingt am 15.04.2020 verlegt in virtuelle Bars.
Hegels 250. Geburtstag ist nicht nur Anlass, über die Errungenschaften der Kontinentalphilosophie nachzudenken, sondern wichtige Chance, Stimmen eine Plattform zu geben, die gerade von der Europäischen Aufklärung unterdrückt wurden. Von der Aufklärung etablierte menschenfeindliche Kategorisierungen werden bis heute in der unkritischen Lektüre der Philosophie dieser Zeit und der fehlenden Befragung von Geschichtsschreibung reproduziert. Gemeinsam mit den Gästen des Symposiums laden wir ein, diese Diskurse zu befragen und am Beispiel der Haitianischen Revolution andere Perspektiven hervorzuheben.
Mit:
Dr. Jeanette Ehrmann (Politische Theorie und Ideengeschichte), Dr. des. Vanessa Eileen Thompson (Black Studies, kritische Rassismusforschung und postkolonial-feministische Theorien), Matti Traußneck (Ungleichheitsverhältnisse und Erinnerungskultur(en))
Hinweis: von uns erstellte Untertitel sind in das Video eingebettet. Bei Bedarf aktivieren.
 

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